Der Arbeitskreis Offene Kanäle Österreich (aokö) wurde offiziell im Jänner 2000 von einer Gruppe aus Theater-, Film- und Medienwissenschaftern als ein Zentrum für Medienkompetenz gegründet.
Die zentrale Aufgabe des aokö ist es, für Österreich den Anschluß an die internationale Entwicklung im Bereich der Medien- und Kulturpartizipation zu gewährleisten. Seit Mitte der achtziger Jahre hat der Fortschritt der neuen Medientechnologien zunehmend Veränderungen für das Leben in unserer Kultur ausgelöst. Auf diese Herausforderung muß reagiert werden, will man damit verbundene negative Wirkungen auf Individuum, Familie und Gesellschaft möglichst begrenzen und die diesbezüglichen Vorteile optimieren. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern hat man in Österreich zu Beginn des neuen Jahrtausends noch keine angemessenen Schritte gesetzt. Insbesondere bedarf es geeigneter Maßnahmen, die die Vermittlung von Medienkompetenz an die Bevölkerung sichern und ausreichende medienpädagogische Arbeit erlauben. Als dafür geeignetes Instrument haben sich bereits in zahlreichen Ländern Offene Kanäle bewährt.
Ziel des aokö ist deshalb die Etablierung, Förderung und Betreibung Offener Kanäle in Österreich. Außerdem sollen spezifische Projektarbeiten mittels Offenem Kanal, Videoarbeit und animatorischer Kulturprozesse durchgeführt werden. Diese dienen der kommunikativen, sozialen und kulturellen Qualifizierung der Bevölkerung, der Erhöhung von Medienkompetenz, der Förderung von Medienemanzipation durch medienpädagogische Ansätze, der Verbesserung der lokalen Kommunikationsstrukturen, der gesellschaftlichen Integration von Randgruppen und Minderheiten, sowie zur Umsetzung allgemeiner Bildungs- und Demokratisierungseffekte durch die aktive und kreative Medien- und Kulturarbeit der Nutzer. Besondere Berücksichtigung sollen Projekte mit Kindern und Jugendlichen finden. Die neuen Medientechnologien führen zu einer zunehmenden Vergrößerung der Wissenskluft in der Bevölkerung, wenn diesbezüglich nicht wirkungsvoll gegengesteuert wird. Der Arbeitskreis Offene Kanäle Österreich will sich deshalb entschieden um sozial benachteiligte Gruppierungen bemühen.
Ein weiteres wesentliches Anliegen des aokö ist die verbindende interkulturelle Arbeit. Diese soll nicht nur innerhalb Österreichs in Hinblick auf die einzelnen Sprachgruppen forciert werden, sondern auch grenzüberschreitend stattfinden. Eine Garantie für ein diesbezüglich
erfolgreiches Wirken besteht in der Tatsache, daß der Arbeitskreis
Offene Kanäle Österreich selbst international zusammengesetzt ist.
Zur Kerngruppe, welche die gemeinsame
Vorbereitungsarbeit trägt, zählen nicht nur Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter aus Österreich, sondern auch aus Polen, Rumänien, der
Slowakei, Slowenien und Tschechien, die in Wien leben. Angesichts dieser
persönlichen Verbindung sind internationale Kooperationen bei Projektarbeiten
ein natürlicher Wunsch. Das gilt ebenso für den Wissenstransfer in andere
Länder, der den Aufbau Offener Kanäle auch dort unterstützen soll, insbesondere
in Osteuropa.
Weitere Tätigkeitsbereiche des aokö sind die Ausbildung und Weiterbildung von Kommunikationsassistenten, die wissenschaftliche Forschung, Begleitung und Dokumentation zur Medien- und Kulturpartizipation und die entsprechende Informationsvermittlung.
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