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Hans
Kronberger, FPÖ-Mediensprecher ( © FPÖ
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Wien.
Vermittlung von Medienkompetenz oder Gefahr politischer
Vereinnahmung? Darum drehte sich ein Runder Tisch, zu dem der
Arbeitskreis Offene Kanäle Vertreter der Parlamentsparteien
und Medienexperten geladen hatte. Die Parteien signalisierten
Zustimmung zu TV-Projekten mit Bürgerbeteiligung,
kontroversiell diskutiert wurden die Finanzierung und die
Gefahr der Vereinnahmung. ÖVP-Abgeordneter Ferry Maier
betonte, das Kabelrundfunkgesetz 2001 habe die Möglichkeit
eines Offenen Kanals (via „must-carry“-Verpflichtung)
geschaffen. Der Ball liege nun nicht mehr bei der Politik. Für
die Finanzierung solle der „Kulturschilling“, der mit den
Rundfunkbeiträgen eingehoben und von den Ländern verwaltet
wird, herangezogen werden.
FPÖ-Mediensprecher Hans
Kronberger erklärte, einem Offenen Kanal „absolut
aufgeschlossen“ gegenüber zu stehen – überraschend, zumal die
Wiener FPÖ diesen in Wien jüngst in einer Aussendung als
„rot-grünes Anarcho-TV“ abgelehnt hatte. Er plädiert für eine
Finanzierung durch die Kommunen, befürchtet aber die Gefahr
von „Cliquenbildung“, die über die Mittel bestimme und „ihre
Klüngel bedienen müsse“. Kronberger sieht sich sogar als
„Pionier“: Ende der 70er-Jahre entstand mit der
Videoinitiative Graz das Projekt „Arbeiter machen
Fernsehen“. Heute hinke Österreich „um 15 Jahre hinterher“,
meint Johannes Schütz, Vertreter des Arbeitskreises OK.
SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos könnte sich sogar
vorstellen, dass nicht weniger als zwei Prozent der
ORF-Gebühren für Offene Kanäle verwendet werden.
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