Desorientiert in der Informationsgesellschaft?

Bibliotheken müssen gesteigerten Anforderungen entsprechen

Öffentliche Bibliotheken dienen zunehmend als Vermittler von Medienkompetenz. Um der Flut an Informationen gewachsen zu sein, die das Internet bietet, und vor allem um die richtigen und notwendigen Antworten aus dieser Fülle filtern zu können, ist der Bedarf an Hilfestellung groß. Bibliotheken erhalten eine neue Dimension: sie sollen mithelfen, Orientierung zu schaffen und eventuelle Schwellenängste abschwächen.

Eine aktuelle Tagungsdokumentation zum Thema "Vermittlung von Medienkompetenz durch Öffentliche Bibliotheken" ist jetzt erschienen. Im Zentrum stand die Frage, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, damit die Bibliotheken ihren neue Aufgabenstellungen erfüllen zu können. Dazu ist in erster Linie auch eine bessere berufliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend notwendig. Die Autoren (Detlev Dannenberg - Fachhochschule Hamburg; Sabine Feierabend - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest; Theo Wolsing - Verbraucherzentrale NRW u. a.) haben die Ergebnisse und Diskussionen der gleichnamigen Tagung zusammengefaßt, die das Europäische Zentrum für Medienkompetenz in Kooperation mit dem Ministerium für Städtebau und Wohnen und anderen Institutionen aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt hat.

Herausgegeben von Monika Pohlschmidt und Harald Gapski: Vermittlung von Medienkompetenz durch Öffentliche Bibliotheken. Die Dokumentation kann zum Preis von DM 24,45 (Euro 12,50) online beim ecmc oder über den Buchhandel bestellt werden.

Vermittlung von Medienkompetenz durch Öffentliche Bibliotheken: Vorträge eines Bibliotheksworkshops am 6. und 11. Dezember 2000 in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Hg. Monika Pohlschmidt und Harald Gapski. Marl: ecmc, 2001. 130 S.

km

(15.11.2001)