Ballungsraum-TV für Wien, Linz und Salzburg |
|
Die Regulierungsbehörde KommAustria hat heute die Lizenz für ein terrestrisches Ballungsraum-TV in Wien vergeben. Die heißbegehrte Frequenz konnte die PULS CITY TV GmbH ergattern, an der zu 45,1 % die Vienna Sound & Vision GmbH, zu 30 % die Gewista Medien GmbH und zu 24,9 % die Online Media Beteiligungs GmbH (Tochter des Vorarlberger Medienhauses) beteiligt sind.
Schon im Vorfeld der Lizenzvergabe wurde einigen Bewerbern aufgrund mangelhafter finanzieller Garantien die Berücksichtigung im Auswahlverfahren verweigert. Weitere Medienunternehmen schieden nach anfänglichem Interesse freiwillig aus. Letztendlich schaffte es neben dem späteren Sieger nur die smart.city.tv Fernseh- und Rundfunk GmbH in die letzte Runde des Vergabeprocedere.
In der offiziellen Entscheidungsbegründung der KommAustria steht geschrieben, dass PULS CITY TV den Auswahlkriterien nach § 7 und § 8 des Privatfernsehgesetzes in höherem Ausmaß entsprochen habe als die smart.city.tv Fernseh- und Rundfunk GmbH. Weitere Ballungsraum-Lizenzen wurden in Linz (Privatfernsehen GmbH) und Salzburg (Salzburg TV Fernsehgesellschaft mbH) vergeben.
Auch in dieser zweiten Planungsphase für ein duales Rundfunksystem, die verstärkt auf die regionalen Interessen urbaner Räume Rücksicht nehmen sollte, verzichtete die KommAustria auf eine Stellungnahme bezüglich der Etablierung eines Offenen Kanals. Freies Community TV mit lokalem Einschlag bleibt also nach wie vor ein Tabuthema für die Medienpolitik der Bundesregierung. |
|
(30. Juli 2002) |