Senioren und neue MedienWorking Paper des ecmc erschienen
Die Zahl der Senioren, die mutig Entdeckungsreisen im Internet unternehmen und sich über E-Mails ihrer Enkel freuen, wird langsam größer. Grundsätzlich aber bedeutet die Konfrontation der älteren Generation mit den Neuen Medien einen gesellschaftlichen Brennpunkt, der einer erhöhten Aufmerksamkeit bedarf. Denn dynamisch geht der Wandel voran, viele Lebensbereiche sind mittlerweile durch Internet und andere neue Informations- und Kommunikationstechnologien bestimmt. Wer da den wohlverdienten Ruhestand genießen möchte, der verliert rasch die Orientierung.
Das Europäische Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) hat diese Problematik aufgegriffen. Bereits zweimal wurde ein Expertenworkshop zum Thema Medienkompetenzvermittlung an Senioren veranstaltet. Im März präsentierte das ecmc in der Schriftenreihe „Working Paper“ die Ergebnisse der ersten Zusammenkunft vom November 1999. Unter dem Titel „Ältere Menschen Neue Medien – Anschluss an die Zukunft“ wird ein Einblick in Aktivitäten und Projekte für Senioren gewährt. Das Buch berichtet außerdem über positive und negative Erfahrungen, die ältere Menschen im Umgang mit den Neuen Medien sammelten, und bietet eine Vielzahl von Literaturhinweisen und Internetadressen.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe finden sich auf der Homepage des ecmc (http://www.ecmc.de/content/new/wop/wop2inhalt.htm). Die Schrift ist online bestellbar oder über den Buchhandel erhältlich und kostet DM 25,--.
Der Bericht zum Workshop “Ältere Menschen – Why offline? Zur Erreichbarkeit der älteren Generation als potentielle Nutzergruppe von Computer, Internet und Onlinediensten“, der im Dezember 2000 stattfand, wird derzeit vom ecmc vorbereitet und soll noch in diesem Jahr erscheinen.
Ältere Menschen Neue Medien – Anschluss an die Zukunft? Hg. Barbara Gehrke. Marl: Europäisches Zentrum für Medienkompetenz, 2000. (ecmc working paper, 2)
(10.04.2001)
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